|
Neues
Arbeitsverfahren zur Abdichtung von Leckagen
Einleitung
MultiMetall
hat ein Verfahren entwickelt und zum Patent angemeldet zur schnellen
Abdichtung von Leckagen an beliebigen Stellen flüssigkeitsführender
Metallrohre oder -behälter. Das Arbeitsverfahren kommt bei
Systemen zur Anwendung, bei denen die Flüssigkeit unter Druck
austritt. Dies können Flüssigkeiten wie Wasser, Öle
oder Kraftstoffe sein.
Beschreibung
Bei dem neuen Arbeitsverfahren
wird ein mit Keramikstahl verstärktes Formteil aus Blei und
Kupfer zusammen mit einem PolymerMetall verwendet. Die Schichtstärke
der Keramikstahl-Beschichtung beträgt 0,05 mm. Durch das später
auf das Formteil applizierte PolymerMetall ist eine schnelle Abdichtung
von Leckagen auch bei hohen Drücken und großer Ausflußmenge
in kurzer Zeit (ca 15 min - 60 min) möglich.
Die Produkttechnologie
beinhaltet das "Direct-MM-Bonding", also den direkten Verbund
der PolymerMetalle MM-metall oL-StahlKeramik und MM-metall UW auf
kontaminierten Oberflächen. Die "Direct-MM-Bonding"-Technologie
wurde bereits vor Jahren von MultiMetall entwickelt und bereits
bei vielen anderen Instandsetzungen eingesetzt.
Bei dem
Formteil handelt es sich um eine gelochte Platte aus einer Bleilegierung.
Diese Legierung läßt sich praktisch jeder Geometrie
ohne besonderen Aufwand einfach anpassen, weil bei einer Kaltverformung
eine hohe Verformungsfähigkeit gegeben ist. Die aufgesetzte
Kupferlegierung hält nach Schließen großen Drücken
stand. Die Beschichtung mit Keramikstahl besitzt ebenfalls eine
hohe Verformungsfähigkeit und erhöht darüberhinaus
die Stabilität insgesamt.
Die PolymerMetalle
MM-metall oL-StahlKeramik mit dem weiterentwickelten Härter
rot und das neu entwickelte MM-metall UW-L mit dem Härter
UW-L wurden speziell formuliert, um Belastungen von Druck, Biege-Zug
und Torsion standzuhalten. Weiterhin sind die ausgesprochen guten
Abschäleigenschaften und das verbesserte Adhäsionsverhalten überragende
Stoffeigenschaften dieser PolymerMetalle.
Nachdem
das Formteil der Geometrie der Leckagenoberfläche angepaßt
wurde, wird es mit dem geeigneten PolymerMetall beschichtet, dann
auf die Leckage gedrückt und für ca 2 bis 3 min fixiert.
Dann erfolgt eine überlappende Zweitbeschichtung mit einem
streichbaren PolymerMetall mittels Pinsel. Je nach Leckagengröße
wird dann nach ca 15 - 60 min die schlitzförmige Öffnung
des Formteils mit einer schmalen Rohrzange verschlossen und der
Schlitz anschließend mit einer weiteren Schicht von PolymerMetall
gesichert.
Versuche
Es wurden
Versuche mit unterschiedlichen Leckagengrößen und -formen
an verschiedenen Stellen von Metallrohren und -behältern simuliert.
Außerdem wurde bei unterschiedlichen Drücken von 6 bar
bis 10 bar abgedichtet. Die Flüssigkeiten Wasser, Maschinenöl,
Diesel und Benzin wurden getestet. Bei einer Leckage von ca Durchmesser
4 mm wurde bei einem Druck von 6 bar eine Wasseraustrittsmenge
von ca 15 Liter/Minute ermittelt. Hierbei erreichte der austretende
Wasserstrahl eine Höhe von bis zu 6 Metern.
Bei den
folgenden Tests wurde nicht die Festigkeit der verschlossenen Schlitzöffnung
ermittelt. Stattdessen soll untersucht werden, wie gut speziell
die Haftung bzw. der Verbund des ganzen Formteils auf der Oberfläche
des Rohrs oder Behälters ist. Deshalb wurde ein Formteil ohne
schlitzförmige Öffnung verwendet. Weiterhin wurde davon
abgesehen, während dem Aufbringen des Formteils auf den Prüfkörper
Flüssigkeit austreten zu lassen, um eine bessere Ausgangsposition
für die Messungen zu schaffen. Eine Kontaminierung ist jedoch
dadurch gegeben, daß Formteil und/oder Prüfkörper
vor dem Aufdrücken in die Flüssigkeit getaucht wurde.
Zunächst wurde ein Loch von Durchmesser 5 mm als künstliche
Leckage in den Prüfkörper gebohrt. Nach dem Anpassen
wurde das Formteil mit PolymerMetall beschichtet und auf die Öffnung
des Prüfkörpers gedrückt. Von einer überlappenden
Zweitbeschichtung mit PolymerMetall wurde bei den Versuchen abgesehen.
Nach Aushärtung des PolymerMetalls wurde die Haftung über
Druckversuche ermittelt:
| Flüssigkeit |
Wasser
|
Maschinenöl
|
Diesel
|
Benzin
|
| verwendetes
PolymerMetall |
MM-metall
UW-L
mit Härter UW-L
|
MM-metall
oL-StahlKeramik
mit Härter rot
|
MM-metall
oL-StahlKeramik
mit Härter rot
|
MM-metall
oL-StahlKeramik
mit Härter rot
|
| Art
der Kontaminierung |
nach
Aushärtung
druckdicht bis
|
nach
Aushärtung
druckdicht bis
|
nach
Aushärtung
druckdicht bis
|
nach
Aushärtung
druckdicht bis
|
| nur
Prüfkörper in Flüssigkeit getaucht |
80
bar
|
130
bar
|
120
bar
|
130
bar
|
| nur
Formteil in Flüssigkeit getaucht |
120
bar
|
180
bar
|
150
bar
|
150
bar
|
| Prüfkörper
und Formteil in Flüssigkeit getaucht |
110
bar
|
185
bar
|
140
bar
|
150
bar
|
| weder
Prüfkörper noch Formteil in Flüssigkeit getaucht |
80
bar
|
135
bar
|
120
bar
|
120
bar
|
Bei dem
Versuch, die Formteile durch gewaltsames Abhebeln bzw. Abschälen
mittels eines Meißels vom Prüfkörper zu lösen,
wurden insbesondere die Formteile völlig zerstört. Dies
ist ein weiteres Kennzeichen für die ausgesprochen gute Haftung
der Formteile auf dem Prüfkörper.
Kontaktkorrosion
Es besteht
keine direkte Verbindung von Formteilen unterschiedlichster Legierungen
mit den Oberflächen der Leitungssysteme. Die metallgefüllten
PolymerMetalle sind elektrisch nicht leitend und können kein
Lokalelement aufbauen. Deshalb ist eine Kontaktkorrosion nicht
gegeben. Frühere Untersuchungen wurden nach DIN 50900 in künstlichem
Meerwasser und in sehr aggressivem Moorboden mit einem hohen Feuchtigkeitsgehalt
von 55% bis 85% durchgeführt.
Einsatz
des Arbeitsverfahrens
Leckagenabdichtung
folgender Bauteile:
Leckagen an beliebigen Stellen flüssigkeitsführender Metallrohre
oder -behälter
Leckagenabdichtung bei
Austritt folgender Flüssigkeiten:
Wasser, Roh-, Kompressoren-, Pneumatik-, Hydraulik-, Getriebe-, Maschinenöl,
synthetische Öle, Petroleum oder Kraftstoffe wie Benzin, Dieselöl,
Fettprodukte und Flüssigkeiten aus der Gruppe der Alkohole und Kohlenwasserstoffe
Leckagengröße:
- bei Versuchen
wurden ein oder mehrere Leckagen mit Durchmesser 0,4 mm bis Durchmesser
4 mm bzw auf einer maximalen Kreisfläche mit Durchmesser 18
mm erfolgreich abgedichtet
- bei Versuchen konnten bei Verwendung von modifizierten Formteilen auch Risse
von 40 mm Länge mit 0,5 mm Breite erfolgreich abgedichtet werden
- bei Versuchen konnten bei Verwendung von modifizierten Formteilen auch mehrere
zueinander parallel verlaufende Haarrisse innerhalb eines Bereiches von 40
mm Länge und 5 mm Breite erfolgreich abgedichtet werden
- bei Versuchen konnten bei Verwendung von mehreren modifizierten Formteilen
auch Risse von mehr als 40 mm Länge erfolgreich abgedichtet werden
Menge der
ausströmenden Flüssigkeit vor Leckagenabdichtung:
bei Versuchen wurden Flüssigkeitsaustrittsmengen bis zu 15 Liter/min (bei
einer größeren Leckage von Durchmesser 4 mm) bzw 7 Liter/min (bei
mehreren gleichzeitig auftretenden kleineren Leckagen) ermittelt und erfolgreich
abgedichtet
Druck der
ausströmenden Flüssigkeit während Leckagenabdichtung:
bei Versuchen wurden Leckagen mit Druck von 6 bar - 10 bar erfolgreich abgedichtet
Temperatur
der ausströmenden Flüssigkeit:
bei Versuchen wurden Leckagen mit Temperaturen ausströmender Flüssigkeiten
von 17°C bis 22 °C erfolgreich abgedichtet
schnelles
Reparaturverfahren:
Leckagen sind i.d.R. innerhalb 1 h abgedichtet
Beispielabbildungen
weiterer Leckagen (zum Vergößern anklicken)
Die
Entwicklungsphase des neuen Arbeitsverfahrens wurde beendet
und beim Patentamt angemeldet. Jetzt wird die Produktion vorbereitet.
Bei Interesse an diesem neuen Abdichtungsverfahren oder bei
Fragen
oder Anregungen zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt
aufzunehmen.
MultiMetall® • PolymerMetall® • Ceramium® • Molymetall® • Sealium® • XETEX® • the
MetalExistenceCompany®
|